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Heute noch in Aktien anlegen?

Es gibt viele die sagen: Mein Geld in Aktien anlegen, gerade jetzt? Bin ich verrückt? Aber vielleicht ist gerade der verrückt, der es gerade jetzt nicht tut. Experten sprechen davon, dass gerade jetzt eine gute Zeit ist, um günstig an gute Aktien zu kommen. Durch die Kursverluste der vergangenen Wochen gibt es einige Aktien, die nun zu einem niedrigeren Preis als sonst zu erhalten sind. Dies sollte man bei allen Schwankungen der Wirtschaft bedenken. Gerade bei den Unternehmen, die im DAX, im Deutschen Aktienindex notiert sind, sollte man sich einen Kauf überlegen.

Wie man, in guten wie in schlechten Zeiten, sein Geld richtig in Aktien anlegt, beschreibt Max Otte in seinem Buch „Investieren statt Sparen“. Der Finanzprofessor der Universität Worms ist einer jener Experten, die wirklich einer sind und jemanden nicht durch seltsame Anlagetricks oder irgendwelche kuriosen Motivationstics reich machen möchte. Nein, was er sagt, hat Hand und Fuß, und das gerade auch in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft wackelt. Er sieht die Krise, sieht aber auch Wege, mit seinem Geld durch die Krise zu kommen und dennoch keine allzu großen Verluste zu erleiden. Dies beschreibt er in seinem gut verständlich geschriebenen Deutsch Buch „Der Crash kommt“. In seinem neuen Buch zeigt er nun auf, wie es geht, das Anlegen in Aktien, was man dabei unbedingt beachten sollte und wie man es falsch und wie man es richtig macht. In „Investieren statt sparen“ geht es auch um die finanzielle Freiheit und darum, dass man diese erkennen muss. Die Zeiten sollten vorbei sein, in denen der „Notgroschen“ in einem Sparstrumpf verwahrt wird vor aller Augen und in der Sicherheit unter der Matratze. Seit jenen Tagen hat sich die Welt und die Wirtschaft sehr gewandelt. Es ist viel geschehen, aber es kam nie mehr zu einer solch großen Krise wie im Jahre 1929, als er „Schwarze Oktober“ die ganze Welt finanziell in den Abgrund riss. Ein solch heftiger Crash wäre zwar theoretisch heute auch noch möglich, in der Praxis gibt es inzwischen aber zu viele Schutzmechanismen innerhalb vieler Wirtschaftssysteme, so dass es immer wieder nur zu mehr oder weniger heftigeren Schwankungen kommen wird.

Nun geht es darum, richtig zu „Investieren statt sparen“, wie Max Otte uns in seinem gleichnamigen Buch erklärt. Seiner Ansicht nach bringen übrigens Lebensversicherungen nichts, um wirklich Rendite zu erwirtschaften. Die kapitalbildenden Lebensversicherungen bringen zwar einige Prozente ein, aber über die Dauer der Laufzeit gesehen werden sie zu einem Verlustgeschäft. Wer heute ganz kurzfristig Geld anlegen möchte, sollte dies auf einem Tagesgeldkonto tun. Damit hat man in etwa den gleichen Zinssatz wie bei einer Kapitallebensversicherung, kann jedoch zugleich jederzeit über das Geld verfügen.

Max Otte schreibt dazu:

„Die Versicherungssumme bekommen im Todesfall Ihre Hinterbliebenen. Auf den Sparanteil bekommen Sie eine garantierte Verzinsung von 3,25 Prozent. Zusätzlich wird Ihnen ein Überschussanteil ausgezahlt.

Alles klar? Nein? Wenn das Geldanlegen einfach wäre, könnten Sie es ja selbst machen. Also muss das Geldanlegen schön komplex gestaltet werden, damit Beratungsbedarf entsteht. Schließlich wollen die Versicherungsvertreter auch von etwas leben.

Aber eines sollte zumindest klar geworden sein: Für alle Singles ist eine Lebensversicherung ganz und gar unsinnig. Wer sollte im Todesfall schließlich von ihrer Versicherung profitieren? Lachen Sie jetzt nicht! Es gibt in Deutschland mehr Singles mit einer Lebensversicherung, als Sie denken – den cleveren Versicherungsvertretern sei Dank.

Sollten Sie als Versicherungsnehmer das Vertragsende erleben, ist die Versicherung nur verpflichtet, Ihnen einen garantierten Zins von 3,25 Prozent auf den Sparanteil Ihrer eingezahlten Beiträge zu zahlen und nicht etwa auf Ihre gesamten eingezahlten Beträge.“

Eines ist sicher, und dies vergessen viele Lebensversicherte übrigens oder wissen es gar nicht: Auch die Lebensversicherer legen Ihr Geld in Aktien und Aktienfonds an. Daraus entstehen dann auch die Überschussanteile. Wieso machen Sie es dann nicht genauso und „Investieren statt Sparen“ in einer Kapitallebensversicherung, an der nur andere wirklich verdienen? Wieso dann also jemanden zwischenschalten und teure Beratungskosten und hohe Provisionen bezahlen (die in den weiteren Kosten für die Kapitallebensversicherung enthalten sind und auf die man eben keine Zinsen bekommt), wenn man seine eigene finanzielle Freiheit nutzen kann? Es ist IHR Geld, und mit diesem sollten Sie schließlich die bestmögliche Rendite erwirtschaften. Fangen Sie heute an, wo gute Aktien besonders günstig zu haben sind!

(Auszug aus: Max Otte – Investieren statt sparen“, mit freundlicher Genehmigung des Ullstein Verlags)